Jacqueline Knappe - unsere Begegnung

Das erste Mal sind wir uns auf einer Kunstmesse in Dresden begegnet, bei der wir beide Ausstellerinnen waren. Bettina kam zu meinem Messestand und fragte mich, woher ich die Inspiration für meine Formen nähme. Im Gespräch entdeckten wir eine spannende Gemeinsamkeit:

Schon seit meinem Studium an der Fachhochschule für Angewandte Kunst in Schneeberg, wo ich vorrangig in der Flächengestaltung ausgebildet wurde, war mir klar, dass mein Focus  immer in dreidimensionaler Arbeit lag. Vorher ausgebildet im Raumaustatterhandwerk hatte ich immer das Gefühl,  die angelegte monotone Situation eines Raumes so verändern zu müssen oder etwas hinzuzufügen, was die vorgefundene gerade Starre aufbricht. Ich arbeitete mit vielerlei Materialien,  experimentierte mit der Zweckentfremdung ihrer sonst genutzten Eigenschaften  und verschob das gewohnte Bild ihrer Nutzung, um etwas ganz Neues entstehen zu lassen.

Durch Hingabe und Durchdringung der gewählten Materialien lies mich dieser mental-künstlerische Prozeß  auch geeignete Technologien finden, die in der Konsequenz morphologe Objekte hervorbrachten und aus der Natur zu kommen schienen.

In meinen langjährigen Untersuchungen und Betrachtungen, u. a. auch bei Kunst am Bau-aufträgen im Wissenschafts- und Forschungsbereich, lag es nah, sich auch mit wissenschaftlichen und metaphysischen Betrachtungen von Biologie, Mathematik, Physik und Chemie zu befassen mit der Erkenntnis, dass alles miteinander in Verbindung ist und die „Ursubstanz“ auf geometrische Formen zurückzuführen geht.

Bettina hatte als Bildende Künstlerin durch ihr Studium an der FH Berlin als Messe und Ausstellungsgestalter eine starke Ausrichtung und Faszination für das Räumliche Gestalten.

Es gab eine Unmenge an großformatigen Lichtkörpern und vielfältigsten Grundformen in ihrem Atelier, die die Formensprache der Natur interpretierten.

Im gegenseitigen Austausch nachfolgender Treffen hatte sie mir erzählt, dass sie neben der Kunst schon immer eine große Neugier trieb die metaphysische Ebene des Seins zu erspüren und verstehen zu lernen. Sie belegte Heiler,- und auch Homöopathiekurse,  und ließ sich ausbilden in der Erfassung und Harmonisierung feinstofflicher Ebenen des Raumes/Landschaftsraumes: in Erdheilung und Geomantie, Radiathesie, Raumenergetik,- und Raumpsychologie an anerkannten Schulen Deutschlands.

Begeistert von Ihren Gaben und Erkenntnissen, bat ich um meine Ausbildung bei Ihr.

Seither gibt es einen gemeinsamen kreativen Prozess zwischen uns, der gegenseitiger Förderung, neuer Ideen und gemeinsamen Projekten.